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Dienstag, 17. Oktober 2017
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Vorgeschichte

Der erste Würzburger Eis- und Rollsportverein wurde schon in den 30iger Jahren gegründet. In den Kriegswirren erloschen die Aktivitäten, bis dann 1949 ehemalige Mitglieder dieses Vereins die Rollsportabteilung der TG Würzburg gründeten. 1954 wurde eine Freiluftrollschuhbahn auf dem heutigen Gelände der studentischen Kindertagesstätte an der Löwenbrücke eröffnet, so dass die Rollschuhabteilung zunächst gute Erfolge bei bayerischen, deutschen und internationalen Meisterschaften feiern konnte. Allerdings ließ in den 60iger Jahren das Interesse am Rollsport merklich nach. Zudem verhinderten die milden Würzburger Winter eine kontinuierliche Entwicklung des Eissports in unserer Stadt, da nur während längerer Kälteperioden auf freien Flächen (Tennisplätze etc.) eine Natureisschicht gespritzt wurde. Die Situation änderte sich jedoch schlagartig mit der Eröffnung der Kunsteisbahn am Nigglweg im Jahr 1976.

Vereinsgründung 1979

Zunächst versuchten die Eis- und Rollsportfreunde innerhalb der TGW eine organisatorische Heimat zu finden, allerdings zeigte sich nach und nach, dass die gemeinsamen Grundlagen fehlten. Im Laufe des Jahres 1979 gründeten sich deshalb zwei neue Vereine. Zunächst organisierten sich alle Eishockeyfreunde im damaligen ECW. Der Würzburger Eis- und Rollsport-Verein (WERV) wurde dann am Dienstag, den 30.10.1979 gegründet und als gemeinnütziger Verein in das Vereinsregister eingetragen. Als erster Vorsitzender wurde Dr. Wolfgang Kunz, ein früher erfolgreicher Eis- und Rolltänzer gewählt. Geplant war, die Sparten Kunstlauf, Tanz, Schnelllauf und Eisstockschießen/Curling zu betreiben. Weiterhin wurde der Beitritt zu den Verbänden BLSV (Bayerischer Landessport-Verband), BEV (Bayerischer Eissport-Verband), BRV (Bayerischer Rollsport-Verband beschlossen.

Sportliche Entwicklung

Die erste Trainerin des WERV war Frau Rita Söder, die als Rita Schneider erfolgreich für den ERSC Bamberg startete (bis zur Deutschen Meisterklasse im Rollkunstlauf). Neben dem Trainingsbetrieb kümmerte sich Frau Söder um viele, vor allem organisatorische Vereinsangelegenheiten und war über mehrere Jahrzehnte Mittelpunkt des Vereins. Die sportlichen Aktivitäten wurden und werden bis zum heutigen Tage von den Rahmenbedingungen entscheidend geprägt. Der durch die fehlende Überdachung witterungsabhängige und auch zeitlich recht eingeschränkte Übungsbetrieb ließ kaum Chancen einer kontinuierlichen sportlichen Entwicklung zu. Bei Wind und Wetter, Schneefall oder Regen gehen die aktiven Läufer auf das Eis und die Eisqualität schwankt dabei erheblich. Teilnahmen an überregionalen Meisterschaften waren so die absolute Ausnahme. Von 1983 bis 1985 startete das Tanzpaar Petra Born und Rainer Schönborn für den WERV und erreichte in dieser Zeit drei deutsche Meistertitel und eine Bronzemedaille bei den Europameisterschaften. Die beiden Saarländer trainierten beim international bekannten Eistanztrainer Martin Skotnicky im Bundesleistungszentrum in Oberstdorf. In den 80iger Jahren beeindruckte das junge Tanz-Paar Stefanie Söder und Jens Pötsch bei bayrischen Meisterschaften mit Persönlichkeit, Kreativität und Ausstrahlung in ihrer Kür. In den Jahren 1998-2002 hatten Astrid Claassen, Katrin Kemmer, Johanna Köhler, Julia König, Andrea Kutscheidt, Ulrike und Alexandra Oeser, Andrea Rückert und Margrit Ohrmanns für vordere Plätze gesorgt.

Der Verein heute...

Vor dem Hintergrund der schlechten Trainingsbedingungen in Würzburg zeugen die Erfolge der aktiven Läufer von einer hohen Motivation und die Arbeit der Trainer ist besonders hoch zu bewerten. Training heißt u.a. neue Bewegungsabläufe vermitteln und üben, Fehler korrigieren, logische Zusammenhänge erklären, das Vermögen der einzelnen Läufer einschätzen und fördern und immer wieder Disziplin abverlangen. Im Jahr 2002 übernahm Herr Johannes Hertlein als Fachübungsleiter mit großem Engagement die Trainingsarbeit. Er wurde dabei zuerst von Andrea Kutscheidt, dann von Katrin Kemmer und Christin Schwartz-Götz unterstützt. Auch Manuela Geißler, Britta Claassen, Ann-Kristin Kreb und Marie-Sophie Philipps haben schon im WERV als Co-Trainerin gearbeitet. Johannes Hertlein war in jungen Jahren ebenfalls WERV-Mitglied. Er absolvierte seine Ausbildung zum Fachübungsleiter Eistanz und Eiskunstlauf 1986 in Oberstdorf und trainierte als Eiskunstläufer mit seiner Partnerin Andrea Baier u.a. in Garmisch, Tschechien und Österreich.

Interessengemeinschaft Nautiland / Eisbahn

Im Frühjahr des Jahres 2004 stand leider aus finanziellen Gründen zum wiederholten Mal die Schließung des Nautilandes und damit auch der Eisbahn zur Debatte. 1100 aktive Sportler in 5 Vereinen würden dadurch vor dem Aus stehen. Allein 200 Aktive aus dem ESV und dem WERV wären betroffen. Dies wirkt in einer Zeit, in der von staatlicher Seite Millionen zur Förderung von Gesundheitsprävention vor allem bei Kindern und Jugendlichen ausgegeben werden, mehr als paradox. Einerseits wird beklagt, dass sich die Jugend zu wenig bewege und zu dick sei, andererseits sollen Sportstätten geschlossen werden. In dieser Situation setzte sich eine Elterninitiative vehement für den Erhalt der einzigen Wintersportmöglichkeit in Würzburg ein. Es wurden bei verschiedenen Aktionen 14014 Unterschriften gesammelt und der Bürgermeisterin Marion Schäfer übergeben. In der Folge kam es zur Gründung der Interessengemeinschaft Nautiland / Eisbahn. Ziel dieses Arbeitskreises ist die Erarbeitung von Vorschlägen, die das Nautiland und die angegliederte Eisbahn wieder attraktiver und rentabler werden lassen. Die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt und der Stadtbau GmbH wird angestrebt. Der WERV und ESV wollen dabei mit verschiedenen Aktionen verstärkt in der Öffentlichkeit auf sich aufmerksam machen. So konnte im Jahr 2003 ein Tag des Eissports initiiert und der Saisonbeginn 2003/2004 im Oktober mit einem kleinen Programm und 800 Besuchern festlich eröffnet werden.
 
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